Ursachen von vorzeitigem Samenerguss
Ein vorzeitiger Samenerguss ist kein seltenes Geschehen. Etwa jeder fünfte Mann unter 60 Jahren ist davon betroffen und er tritt unabhängig vom Alter auf.
Ein vorzeitiger Samenerguss ist kein seltenes Geschehen. Etwa jeder fünfte Mann unter 60 Jahren ist davon betroffen und er tritt unabhängig vom Alter auf. Damit ist er die zweithäufigste Sexualstörung des männlichen Geschlechtes.
Er kann zu einem Nervenkrieg für die Psyche und eine Kraftprobe für das erfüllte Sexualleben vieler Paare werden. Die Ursache kann ganz unterschiedlich, teilweise sogar vererbt sein. Leider ist es für viele Männer ein Tabuthema und nur wenige sprechen ihr Problem beim Arzt an.
Was ist nun die Ursache?
Der „schnelle Schuss“ kann in jedem Alter auftreten. Meistens beginnt die Problematik bereits im jugendlichen Alter und nimmt im Verlauf des Lebens eher ab.
Die Ärzte unterscheiden zwischen:
- der lebenslangen und
- der erworbenen vorzeitigen Ejakulation.
Als lebenslanger vorzeitiger Samenerguss wird bezeichnet, wenn – unabhängig von der Frau und der erotischen Situation – der Betroffene bereits bei den ersten sexuellen Aktionen zu früh kommt. Mit zunehmenden Alter wird der Mann erfahrener und lernt den Ejakulationsreflex einzuschätzen. Gelingt die Kontrolle nicht, entwickeln sich mit der Zeit Angstgefühle, Minderwertigkeit und die Vorstellung, ein schlechter Liebhaber zu sein. Die Folge ist ein krampfhaftes Bemühen, damit nichts schief geht und alles endet in einem Teufelskreis. Hingegen die erworbene Form tritt nach einem „normalen“ Liebesleben, häufig als Begleiterkrankung zum Beispiel von einer erektilen Dysfunktion, einer Entzündung der Prostata oder einer Funktionsstörung der Schilddrüse, auf.
Sie sollten den Gang zum Arzt nicht scheuen. Inzwischen gibt es zahlreiche Therapien. Erfahrene Psychotherapeuten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Hilfreich ist das Erlernen der Stop-Start-Technik und es gibt auch geeignete Medikamente.
Was bedeutet: “er kommt zu früh”?
Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist eine sexuelle Funktionsstörung des Mannes, bei dem es sehr früh zu einer Ejakulation kommt. Er ist nicht in der Lage, den richtigen Augenblick beim Geschlechtsverkehr selbst zu steuern. Das Sperma wird vor oder direkt nach Eindringen des männlichen Gliedes in die Vagina abgegeben. Der Geschlechtsverkehr wird nach weniger als drei Minuten mit einem verfrühten Samenerguss beendet. Wenn Sie der Ursache auf den Grund gehen möchten, dann sind diese Fakten für Ihren Urologen wichtig:
- Sie empfinden, die Zeit bis zum Samenerguss ist zu kurz
- Sie empfinden, den Zeitpunkt nicht genügend kontrollieren zu können
- Sie empfinden, Ihre Liebesbeziehung leidet regelmäßig darunter
Eines sollten Sie aber bedenken: nicht immer muss diese Situation unbefriedigend sein. Das man(n) ab und an sehr schnell ist, kann völlig normal sein und ist abhängig von der Umgebung oder Stimmung der jeweiligen Gegebenheit.