Behandlung von Inkontinenz
An Harninkontinenz leiden sechs bis acht Millionen Menschen. Dabei gibt es mehr als eine Therapie die Inkontinenz zu behandeln und Sie werden Ihren Alltag
An Harninkontinenz leiden sechs bis acht Millionen Menschen. Dabei gibt es mehr als eine Therapie die Inkontinenz zu behandeln und Sie werden Ihren Alltag wieder meistern können. Bei der Behandlung der Harninkontinenz ist Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Ernährungsberatern gefragt.
In Kontinenzzentren stehen sie mit Rat und Tat Ihnen als Betroffenen zur Seite. Die Behandlung muss der jeweiligen Form und den Ursachen der Inkontinenz angepasst sein.
Beckenbodentraining
Unter Anleitung von Physiotherapeuten wird der Beckenboden mit gezielter Gymnastik gekräftigt und lässt sich behandeln. Alte Anspannungsmuster werden aus Ihrer Erinnerung gelöscht.
Elektrotherapie
Die Therapie trainiert passiv die Beckenmuskulatur. Die Behandlung geschieht mittels schmerzloser elektrischer Impulse.
„Toilettentraining“
Sinnvoll angepasste Trinkmengen, guter Getränkeauswahl und feste Toilettenzeiten ist eine Therapie zum Umgang mit der Inkontinenz.
Hormonbehandlung
Mit fehlenden Hormonen lässt sich ein eventueller Östrogenmangel behandeln.
Medikamente
Mit verschiedenen Medikamenten kann eine Behandlung mit Anticholinergika (krampflösend für den Blasenmuskel), Alpharezeptorblocker (lockern den Blasenverschluss) oder Parasympatholytika (hemmen die spontane Aktivität) erfolgen.
Katheter
Über einen Katheter kann die Blase regelmäßig entleert werden. Für diese Therapie gibt es verschiedene Modelle an Einmal- und Dauerkatheter.
Wie können Sie sich selber behandeln?
Hilfsmittel wie Vorlagen, Einmalschlüpfer, Inkontinenzschschlüpfer oder Katheter helfen Ihnen den Alltag mit der Inkontinenz zu erleichtern. Gehen Sie angemessen auf Toilette. Das verhindert eine Überdehnung der Blase bzw. das Unvermögen eine größere Urinmenge zu speichern. Vergessen Sie nicht zu trinken, denn damit wird das Gegenteil erreicht. Die Gefahr einer Blaseninfektion steigt. Mit der Einnahme von Cranberrydprodukten wie Saft und Kapseln könne Sie diesem vorbeugen oder behandeln. Vermeiden Sie scharfe Gewürze und schränken Sie ihren Kaffeekonsum ein, das könnte Ihre Blase sonst zusätzlich reizen. Wärme, Blasentees und Produkte von Goldrute und Kürbis helfen zusätzlich den vermehrten Harndrang zu bremsen und ist eine Therapie auf Naturbasis. Hat eine Inkontinenz seelische Auslöser, kann das Erlernen des autogenen Trainings eine zusätzliche Behandlung sein.